Handballherren gewinnen verrücktes Derby und machen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Mit 30:29 besiegen die HCLer in einer hitzigen Schlussphase die MTG Wangen und verschafft sich somit ein wenig Luft zu den Abstiegsrängen. Nach Minuspunkten auf Platz zwei und mit Lukas Paul im Gepäck, der normalerweise mit der ersten Mannschaft in der Württembergliga für Unruhe sorgt, sind die Nachbarn angereist. Ein klares Zeichen das man nicht gewillt war die Punkte kampflos in Vogt zulassen. Aber auch der HCL war hoch motiviert und wollte unbedingt gewinnen um sich für die indiskutable Leistung in Biberach rehabilitieren. So begann das Spiel recht ausgeglichen, Wangen legte vor , Vogt glich aus. 2:2 nach gut vier Minuten. Danach nahm der HCL - Express so langsam fahrt auf und konnte sich erstmalig auf vier Treffer absetzen. Immer wieder konnte man Treffer über die zweite Welle erzielen. Über die Stationen 6:2, 8:4, 11:7, konnte man den Vorsprung zwar halten versäumte es aber durch Schlafmützigkeit und Egoismus für klarere Verhältnisse zu sorgen. So ging man nach einer Niveauarmen ersten Halbzeit mit 18:13 in die Kabinen. In der Pause wurden die Dinge angesprochen. Ruhe bewahren, keine schnelle oder unvorbereitete Abschlüsse , den besser Postierten einsetzen und alles ist gut. Doch Halbzeit zwei war noch keine fünf Minutenalt und Lukas Paul erzielte den Anschlusstreffer zum 19:17 und es kam noch mehr Hektik auf. Jetzt hatte die Heimmannschaft sichtlich mühe wenigstens den zwei Tore Vorsprung zu verteidigen. In dieser Phase war es vor allem Christoph Mägerle der mit klasse Paraden die Vogter im Spiel hielt. Zehn Minuten vor Schluss erzielte Marco Pilz per Siebenmeter das 27:22  doch auch dass brachte keine Ruhe rein. Wangen nahm eine Auszeit was auch Vogt zur Taktikbesprechung nutzte. Noch mal wurde an ruhige und lang ausgespielte Angriffe appelliert, doch schienen die Worte der Trainer einfach nicht durch alle Windungen durchzukommen. Die Hektik und Nervosität wurde immer größer. Durch zwei Treffer von Lukas Paul, der 8 seiner 11 Tore in der Zweiten Halbzeit warf, kamen die Gäste auf 27:24 heran. Zu allem Überfluss handelte sich Vogt eine doppelte Zeitstrafe plus Siebenmeter für Wangen ein , den Mäggi unter großem Jubel entschärfen konnte. Die Hallenuhr zeigte 58:18 als die MTG den Anschluss zum 30:29 gelang. Nun überschlugen sich die Ereignisse. Die Gäste hatten sich nun völlig auf den Schiedsrichter eingeschossen und ließen ihrem Frust freien Lauf, was in mehreren Zeitstrafen und Disqualifikationen endete. So brachten die Vogter am Ende einen Zittersieg der so hätte nicht sein müssen, etwas glücklich aber allemal verdient nach Hause.