Hawaii-Toast trifft auf Handballchaoten

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Bild: Die gesamte Gruppe beim Wandern an einem Weiher - Jonas weiß eventuell, wie kalt dieser ist

Am vergangenen Wochenende war es endlich so weit – unsere männlichen Jugendteams machten sich auf, um ein Wochenende in Babenhausen bei Memmingen zu verbringen. Das Jugendübernachtungshaus des KJR Unterallgäu sollte unser Ziel sein.

Ein Erlebnisbericht eines Trainers:

Vor nicht allzu langer Zeit (ungefähr vor drei Monaten) reifte in einem irren Kopf die Idee, man könnte doch anstatt mit nur einem Team auch mal mit allen Jugendteams der männlichen Seite auf eine Hütte fahren. Diese Idee formte sich dann recht schnell zu einem ausgewachsenen Plan, ohne vorher zu ahnen, wie das eigentlich von Statten geht. Die Trainer und Trainerinnen der Mannschaften waren gleich hellauf begeistert und so wagte man sich ins Ungewisse – wohl wissend, dass 19 Chaoten, die mitfahren werden, eine doch recht dynamische Gruppe sind.

Am Freitag begann der wilde Auftritt. Schon am Treffpunkt wurde klar, die Gruppe hat richtig Bock auf fast drei Tage ohne Eltern. So begann man den Ausflug mit einer kleinen Verspätung und war nach einstündiger Fahrt am Haus angekommen. Nach dem Ausladen und der obligatorischen Ansprache („kein Quatsch machen“ und „es geht um 20:30 Uhr ins Bett!“), erkundeten alle erstmal das Gelände. Weitläufig wie es war, konnten sich die verschiedenen Gruppen, ohne sich zu stören, ihren Lieblingstätigkeiten widmen. Es wurde Fußball gespielt, eine Frisbee geworfen, Musik gehört oder die Paletten, die uns bereit gestellt wurden, zu Kleinholz verarbeitet. Die Trainer bereiteten dann den Grill für das erste Abendessen vor und man konnte pünktlich essen. Nach dem Essen konnten die Jungs frei entscheiden, was sie tun wollten. Viele betätigten sich sportlich, einige saßen schon bald am „kleinen“ Lagerfeuer und wieder andere machten Quatsch – was auch sonst. Dabei lief eigentlich immer sehr leise Hintergrundmusik, sodass man sie fast nicht hörte. Vor allem sang irgendjemand immer von so einem komischen „Hawaii-Toast“ – keine Ahnung, so richtig haben wir das alle nicht verstanden. Der erste Tag endete dann für die Kleineren offiziell um 23:30 Uhr, wobei man vermutet, dass sich einige Jungs noch bis weit in den Morgen des nächsten Tages hinein „sehr leise“ unterhielten und die Trainer dies deshalb auf gar keinen Fall mitbekamen. Die Größeren gaben dann schließlich um 2:30 Uhr auf und verabschiedeten sich ebenfalls ins Bett.

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Bild: Frühsport mit Drill-Instructor Adi Z.

Der Samstag startete dann für die meisten um 7:30 Uhr mit dem klassischen HCL-Weck-Song „Guten Morgen Sonnenschein“ – da kommt direkt richtig gute Laune auf. Es gab aber wohl auch ein paar, die nicht nur spät ins Bett gingen, sondern auch unfassbar früh (5:30 Uhr – seeeehr vernünftig!) wach waren. Doch niemand konnte ahnen, dass an diesem Morgen eigentlich alle Spieler zum Frühsport mit Drill-Instructor Adi Z. verpflichtet wurden. Dabei musste man seine müden Knochen recht schnell recht warm bekommen, um nicht vor lauter Erschöpfung einfach umzufallen. Doch die „kurze“ Sporteinheit tat allen sichtlich gut und die Müdigkeit wich aus den Gesichtern. Mit einem Frühstück, von dem sich manches 4*-Hotel noch eine Scheibe abschneiden konnte (bis auf das Nutella, dass vieeeeeeeeel zu wenig war!!!), startete man dann so richtig in den Tag. Danach ging es auf einen kleinen Spaziergang, in dem man ganz oft rechts abbiegen musste. Das gefiel Malcom und Felix besonders, denn sie wollten eigentlich lieber geradeaus laufen. Die knapp 6,5km lange Schleife war jedoch eine gute Abwechslung und man kam sichtlich gut gelaunt wieder am Haus an. Jonas kam sogar richtig feucht wieder am Haus an, da er ganz aus Versehen in einen Weiher „gefallen wurde“.

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Im Anschluss an die Wanderung war Birthday-Time. Die Kojic-Zwillinge wurden 8 oder so (ich glaube eigentlich 11, aber naja) und brachten von ihrem Auswahltraining zwei riesige Torten im HCL-Style mit.

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Bild: Die Geburtstagstorten im HCL-Style

Der „WOW-Effekt“ blieb hierbei sicher nicht aus. Nach einem erneuten Grillen und den Torten als Nachspeise wurde eine kleine Pause eingelegt. Man konnte den angrenzenden Weiher für eine Abkühlung nutzen oder sich mit Frisbee und Spikeball (irgend so ein neumodisches Spiel) die Zeit vertreiben. Dann hieß es irgendwann erneut „Aufbruch in 15 Minuten“ und man machte sich auf, das nahegelegene Freibad in Kirchdorf unsicher zu machen. Keine Ahnung wieso, aber dort war tatsächlich sehr wenig los, so dass alle Jungs sichtlich Spaß hatten und nach knapp 3h Badezeit sauber und ausgepowert zurückkamen. Man muss dazusagen, dass man sich hier sehr gut an die Regeln gehalten hat und sich keinesfalls gegenseitig ins Wasser warf oder tunkte und auch nicht Ball spielte. Es kam einem irgendwann so vor, als ob nur noch HCLer im Nichtschwimmerbereich waren. Jedenfalls eskalierte das Ballspiel etwas. Aber die Bademeister blieben sehr cool und machten somit diesen Spaß erst richtig möglich.

Abends am Haus angekommen, machten sich Hannes, Magnus und Schmucki ans Kochen. Es sollte Spaghetti Bolognese geben. Während der Kochtrupp die Küche verwüstete, entwickelte sich auf dem Rasen ein wahres Gigantenduell. Da die Gruppe sich so selbstständig beschäftigte, konnte ein episches Trainer-Spikeballduell zwischen den Teams Nicole/Manu und Adi/Khater ausgefochten werden. Dieses epische Duell in 5 Sätzen wird sicherlich in die HCL-Spikeball-Geschichte (die ehrlicherweise gesagt noch nicht sonderlich lange ist) eingehen. Das Kochteam kam währenddessen zum Ende. Die Soße war ein Traum (danke an Magnus fürs Durchhalten beim Zwiebelschneiden), die ersten Nudeln hingegen eine Vollkatastrophe. „Das schmeckt fast wie Lasagne“ war sogar noch sehr nett ausgedrückt und entsprach etwas der Wahrheit – auch wenn diese Lasagne den Ofen auch zu lange von innen gesehen hätte.

Doch das Essen war für alle Jungs okay und wir bekamen alle satt. Und die zweite Portion Nudeln hatte dann den Namen „Spaghetti“ sogar verdient :-D Dann ging es nochmal ins Abendprogramm über. Während die Jüngeren sich wieder selbstständig beschäftigten bzw. gegen später dann noch eine Runde Wikingerschach spielten, wurden die B-Jugend-Jungs von ihren Trainern zur Gameshow „Schlag den Trainer“ eingeladen. In 15 epischen Spielen wurde dem ein oder anderen Trainer etwas übel. Die Jungs schlugen sich wacker, doch es war von vorneherein klar, dass das Duell an die Trainer gehen wird – klar, der HCL hat natürlich auch die schlauesten, stärksten, allwissenden, gutaussehensten Trainer, die es geben kann – gegen die kann man einfach nicht gewinnen :-D

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Für die kleineren wurde die Nachtruhe auf 0:30 Uhr verlängert – und zu dieser Zeit fielen die meisten sichtlich müde, aber zufrieden in ihre Betten.

Der Sonntag begann dann wieder mit Frühsport – dieses Mal für alle mehr oder weniger freiwillig. Danach frühstückte man nochmal (und das Nutella war dann wirklich vieeeeeeeeel zu früh leer), bevor man dann anfing alles zusammenzupacken, nochmal ein bisschen Ball spielte und schließlich den finalen Heimweg antrat. Zurück an der Halle fielen die Jungs teilweise sehr müde ihren Eltern in die Arme.

Die Rückmeldungen fielen durchweg positiv aus, so dass man sicherlich von einem gelungenen Wochenende sprechen kann. Die Mannschaften rückten etwas enger zusammen und man kennt nun zumindest mal von allen Spielern des gleichen Geschlechts im Verein den Namen (zumindest fast alle – gell Jonas).

Fürs nächste Jahr plant das Orgateam dann den ganz großen Wurf – man möchte seit langem mal wieder mit dem gesamten Verein – jeder der Lust hat – ein gemeinsames Wochenende verbringen. Mal sehen, ob sich das umsetzen lässt.

Beim Ausflug waren dabei:

B-Jugend: Jonas, Malcom, Paul D., Hannes, Darius, Magnus

D-Jugend: Aaron, Robin, Jakob, Elias, Joel, Milos, Uros, Ben

E-Jugend: Luca, Paul L., Emil, Lewin, Jakob

Betreuerteam: Nicole Mayer, Manu Khater, Simon Khater, Adi Zembrod, Felix Hecht, Dominik Schmucker