Kampfesmoral bewiesen – zu viele technische Fehler aber leider spielentscheidend

Mehr als diese Überschrift braucht es eigentlich nicht, das zweite Heimspiel der Jungherren um den wieder starken Kreisläufer Manuel Khater zu beschreiben. Man kann in der Liga und gegen jeden Gegner mithalten und doch ist das Ergebnis aufgrund vieler leichter Ballverluste aufgrund des harzigen Spielgeräts sehr deutlich.

Man begann gut. Mit Benny Steinhauser und Marco Sterk fehlten zwei Spieler, die gegen die körperlich starken Gegner aus Wangen sicherlich für Entlastung gut gewesen wären. Nichts desto trotz nahm man die Aufgabe an und konnte zunächst super mitspielen. Bis zum 4:5 in der 10. Minute spielte man von vorne weg und konnte immer wieder in Führung gehen. Doch dann sollte eine Phase voller Unkonzentriertheiten für eine Vorentscheidung sorgen. Von der 15. Bis zur 27. Minute warf der Gegner 9 Tore durch Tempogegenstöße nach Ballverlusten der Vogter. So stand es dann 15:6. Dass der Rückstand nicht höher war, konnte man einem überragend haltenden Noah im Tor verdanken, der auch viele freie Bälle der Wangener entschärfte und sich mehr und mehr im Kopf der Gastgeber festsetzte. In die Pause ging man dann schließlich mit 16:8.

Die Trainer wussten gar nicht, was sie eigentlich in der Halbzeitpause sagen sollten. Wenn man sich den Ball nicht gegenseitig auf die Füße warf, war das eine Spitzenleistung. Das sollte man dann auch in der zweiten Hälfte sehen.

Mit der großen Führung im Rücken starteten die Wangener selbstbewusst mit vier Toren in Folge. Doch die Vogter gaben sich noch nicht geschlagen. 12 Tore im Hintertreffen – egal, möglich ist im Handball bekanntlich alles. Und man zeigte dies. Die Jungs konzentrierten sich im Angriff und erhöhten das Tempo. Noah konnte sogar nochmal zulegen und war nun eine nahezu unüberwindbare Hürde für die Wangener. Man schaute einfach nicht mehr auf die Anzeigetafel und die langsam ausgehende Luft ignorierte man sowieso schon immer. So holte man sukzessive auf und der Gastgeber wurde mehr und mehr nervös. Hier war es vor allem Manuel, der mit insgesamt 11 Toren und einer bärenstarken Leistung zeigte, was Motivation bedeutet. So machte man aus einem 20:8 bis zur 53. Minute ein 24:21 und war auf einmal wieder ganz nah dran. Doch irgendwann gibt der Körper auf. Sowohl Manu (beide Beine), als auch Jan waren am Ende ihrer Kräfte angekommen. Mit Krämpfen geplagt mussten sie die Segel streichen und so taten es auch die anderen. Man gab schließlich zum Ende hin die Marschroute aus: Keine Verletzungen mehr – das Ergebnis ist dann doch nicht so wichtig. So fing man sich am Ende noch einige leichte Tore zum Endstand von 30:22. Das Ergebnis spiegelt aber nicht das Spiel, dass man 45 Minuten in der Argenhalle sehen konnte, wider.

Die Trainer jedenfalls waren stolz auf den Kampf den die Jungs boten! Das war richtig klasse!

 

Für den HCL spielten:

Noah Fiederle (Tor); Manuel Khater (11/2), Philip Hoffmann, Paul Mayer, Luis Heilig (2), Adrian Steinhauser (3), Nick Feldhofen (1), Christof Burkhart, Jan Mayer (5/1)