Vogter Herren landen Befreiungsschlag

Die Vogter Herren haben in der Liga einen wahren Befreiungsschlag gelandet. Im Zuge des 40. Vereinsjubiläums konnten die Gäste aus Langenargen und Tettnang niedergerungen werden. Mit diesem Sieg hat man sich aller Abstiegssorgen entledigt.

Die Vogter Herren gingen mit großer Vorfreude in die Partie. Trotz angespannter Kadersituation wollte man versuchen, einen Sieg gegen die deutlich besser platzierten Gäste zu landen. Kurzfristig gaben sogar Thomas Weber und Christian Geyer ihr Comeback, um die geschwächte Mannschaft zu unterstützen. Auch David Merturi hatte zunächst abgesagt, stand dann aber doch parat und wurde zum spielentscheidenden Faktor durch seine beherzte Abwehrleistung. Doch der Reihe nach.

Das Spiel der Vogter begann nicht gut. Mit großen Problemen in der Abwehr machte man es den Gegnern zu leicht, zu guten Abschlusssituationen zu kommen. Die Absprachen, insbesondere gegen den Kreis, stimmten nicht und so kam ziemlich jeder Versuch der Gäste auch im Tor an. Doch man wusste, im Angriff dagegenzuhalten. Somit ging das muntere Torewerfen auf beiden Seiten recht schnell von Statten und man erzielte bereits in der 12. Minute den 14. Treffer zum Stand von 7:7. Doch dann gelang den Gästen der Zugriff in der Abwehr und Vogt bekam Probleme. Mit 3 Toren in Folge setzten sich die Gäste zunächst auf 7:10 ab. Ein TW-Wechsel und die Hereinnahme von David Merturi brachte dann die Wende. Dominik Schmucker konnte dank der verbesserten Abwehr glänzen und David brachte die Gäste mit seinem variablen und aggressiven Abwehrverhalten mehr und mehr aus dem Konzept. Mit dieser Einstellung steckte er seine Mitspieler an. So konnten die Vogter aufholen und 5 min vor der Halbzeitpause ihrerseits in Führung gehen. In dieser Phase war vor allem Marco Pilz der Torgarant, der an diesem Tag 10 Tore erzielte und alle sieben 7m sicher verwandelte. Man wechselte beim Stand von 15:14 die Seiten.

In der Halbzeitpause wurden vor allem die Fehler in der Abwehr thematisiert und an die nötige Ruhe und kluges Spiel appelliert. Dieses kluge Spiel konnten die Vogter zunächst auch auf die Platte bringen. Mit der starken Abwehr im Rücken konnte man bereits in der 35. Minute selber mit 3 Toren in Führung gehen. Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen, immerhin ging es bei ihnen noch darum, den Relegationsplatz zu erreichen. In der 44. Minute war der Vorsprung nahezu aufgebraucht und beim Stand von 20:19 war eine Neuausrichtung der Vogter nötig. In der Folge entwickelte sich ein wahrer Abnutzungskampf. Die Vogter konnten immer auf zwei Tore vorlegen, doch die Gäste glichen immer wieder aus. So konnten die Vogter das Spiel bis zur 57. Knapp auf ihrer Seite halten. Doch plötzlich wollte der Ball nicht mehr über die Linie. Somit hieß es, in der Abwehr standhaft bleiben. Und das gelang. Die Spielgemeinschaft aus Langenargen/Tettnang bekam die letzten 4 Minuten keinen Ball mehr Richtung Tor, ehe David Merturi Sekunden vor Schluss den Endstand von 26:24 herstellen konnte.

Mit dieser kämpferischen Willensleistung konnten die Vogter einen echten Befreiungsschlag landen. Mit dem Sieg hat man sich auch rechnerisch aus dem Abstiegskampf verabschiedet und wird am Saisonende auf alle Fälle mindestens drei Teams hinter sich lassen. Trotzdem wird im Vogter Lager keinesfalls aufgehört, weiter Gas zu geben. Die Ansprüche mit diesem Team sind definitiv andere und vielleicht kann man auch kommendes Wochenende den Tabellenführer aus Gerhausen etwas ärgern.

Für den HCL spielten:

Dominik Schmucker, Simon Khater (Tor); Matthias Schmid (3), David Merturi (2), Philipp Schäle (3), Florian Geyer (5), Marco Pilz (10/7), Simon Buemann, Thomas Weber, Christian Geyer, Adrian Zembrod (1), Stephan Culjak (2)