Vogter Jungherren vergessen Selbstvertrauen und Ballsicherheit in Vogt

Die Vogter Jungherren haben am vergangenen Samstag zum Saisonabschluss eine empfindliche Niederlage in der Ferne hinnehmen müssen. Vor allem das fehlende Selbstvertrauen und das altbekannte Harzproblem machten einen besseren Saisonabschluss schnell unmöglich.

Dabei waren die Vorzeichen nicht schlecht. Man trat mit guter Bank und viel Vorfreude das Spiel in Österreich an. Die Harzkugel bringt man schon in den Griff, dachten sich zu Beginn noch alle. Doch dies sollte sich heute lange Zeit als falsch herausstellen.

Mit einer ganz schwachen Einstellung startete man in die Partie. Man konnte in der Abwehr keinen Körperkontakt aufnehmen und im Angriff warf man sich gegenseitig den Ball auf die Füße oder direkt in die Hände der Gegner. Auch das gewohnt gute Tempospiel war heute nicht zu sehen. Die Jungs haderten mit einem Ball, der ungewohnt, aber keinesfalls überharzt war und mit der eigenen Chancenverwertung. Kam man frei zum Wurf, so warf man den gut haltenden Keeper der Gastgeber an oder einfach am Tor vorbei.

So kam wie es kommen musste, es ging über ein 4:1 und ein 8:2 mit einem 19:8 in die Kabinen. Die Jungs appellierten an die Moral der Jungs: Will man sich hier und heute im letzten Saisonspiel wirklich abschlachten lassen – mit Sicherheit nicht! So ging man mit erhobenen Köpfen in die zweite Hälfte und wollte vor allem mit Spaß nochmal eine bessere Leistung zeigen. Dies gelang. Man schaffte es besser, den Gegner am Torwurf zu hindern und vorne konnte auch der ein oder andere schöne Spielzug gezeigt werden. Trotzdem ebbte die Fehlerquote nicht ab und man gab viel zu viele freie Chancen einfach leichtfertig her. Somit konnte man die zweite Halbzeit zwar offener gestalten, dem Gegner aber auch hier zu keiner Zeit gefährlich werden. Die Trainer gaben dann allen Spielern nochmal die verdienten Spielanteile und so musste man sich am Ende deutlich mit 35:19 geschlagen geben und die Dornbirner auch in der Tabelle noch vorbeilassen.

Am Ende einer Saison wirft man gerne einen Blick zurück. Die junge Truppe hat sich in der Liga teuer verkauft und teilweise herausragende Leistungen abgerufen. An den Fehlern, die in teils hohen Niederlagen gemacht wurden kann und wird man arbeiten. Eine so homogene Truppe, die viel Spaß auf und neben dem Platz hat, kann so schnell keine hohe Niederlage aus der Ruhe bringen.

So war die Reaktion auf diese Niederlage klar wie Klosbrühe: Am Sonntagmorgen versammelte man die Außenspieler aus der Mannschaft, um mit ihnen in einem Videotraining Fehler in Wurf- und Sprungbewegung aufzuzeigen und daran zu arbeiten. Dies war gleichzeitig auch der Start in eine neue Saisonvorbereitung mit vielen neuen und spannenden Aufgaben. Im Anschluss ging man dann noch nach Heggelbach zum „Elefantenohrenessen“. Dabei zeigten die Jungs aber eine echt schwache Leistung und niemand konnte das Riesenschnitzel komplett aufessen. Fehlt wohl noch ein bisschen die Körpergröße

Wir Trainer bedanken uns zum Abschluss der Saison noch bei allen Fans und Helfern des gesamten Vereins, die den Spielbetrieb auch für die Jungs möglich gemacht haben. Ein Dank natürlich auch an alle Schiedsrichter, die tolle Leistungen in den doch manchmal schwierigen Spielen zeigten. Und ein ganz besonderer Dank gilt natürlich auch den Eltern, die keine Mühen scheuen, um den Jungs alles, was mit Handball zu tun hat möglich zu machen.

Für den HCL traten an: Noah Fiederle und Philip Hoffmann (beide Tor); Manuel Khater (5/2), Paul Mayer, Benjamin Steinhauser, Iljas Hafuric (1), Marco Sterk (5), Nick Feldhofen, Jan Mayer (6/2), Luis Heilig (2)