Vogter Junghandballer lassen ihr Handballkönnen in der Kabine

Nach einer starken ersten Halbzeit mit guten Abwehraktionen und offenem Ausgang vergessen die Spieler ihr Können in der Halbzeitpause in der Kabine und spielen eine schwache zweite Halbzeit. Auch eine rote Karte gegen den besten Torschützen der Gastgeber ändert nichts an dieser Situation und so müssen sich die Jungs am Ende klar geschlagen geben.

Dabei startete man voller Vorfreude in die Partie. Das erste Spiel in 2019 stand an und mit dem TV Isny erwartete uns ein eigentlich gleichstarkes Team, das auch in der Tabelle komplett punktgleich dastand. Kein Wunder war es also, dass auch das Hinspiel unentschieden endete. Damals konnten die körperlich unterlegenen Vogter die Gäste mit ihrem schnellen und aggressiven Spiel ärgern. Genau das wollte man auch dieses Mal. Und es klappte wieder. Man schaffte es, die guten Werfer der Isnyer immer unter Druck zu setzen und somit zu schwachen Abschlüssen zu zwingen. Die Bälle, die aufs Tor kamen wurden von einem guten Noah im Tor entschärft. Leider schaffte man es aber selber nicht, mit dem nötigen Selbstvertrauen im Angriff zu agieren. Man wirkte etwas unaufmerksam und spielte mehrere Bälle direkt in die Arme der Gegner. Wäre man im Angriff konsequenter gewesen, hätte man die erste Halbzeit sicherlich zu eigenen Gunsten entscheiden können. So ging es eng zur Sache und somit auch folgerichtig mit einem Unentschieden in die Kabine.

Die Trainer motivierten die Jungs, da weiterzumachen und zeigten einige Probleme auf. Anscheinend war das zu verwirrend für die Jungs, die ihr Selbstvertrauen, ihren Spielwitz und ihre restliche Ballsicherheit wohl in der Kabine ließen. Man startete denkbar schlecht in die Halbzeit und aus einem 10:10 wurde binnen 10 Minuten ein 18:14. Dabei verwarf man viele Bälle, scheiterte an der eigenen Konzentration und stand in der Abwehr löchriger als der beste Schweizer Käse. Somit konnte auch Noah im Tor nicht mehr an seine Leistung aus der ersten Halbzeit anknüpfen. Mit einer roten Karte für die Gastgeber schöpften die Trainer nochmals Hoffnung. Doch statt eines Bruchs im Isnyer Spiel kamen die Vogter noch schlechter zurecht. Somit kam, was kommen musste. Die Isnyer zogen Tor um Tor davon und die Vogter konnten erst in den letzten 5 Minuten wieder auf Augenhöhe agieren. Somit verlor man am Ende verdient, aber aufgrund der ersten Halbzeit wohl etwas zu deutlich mit 10 Toren.

Solche Halbzeiten gibt es immer wieder im Sportlerleben. Nun heißt es Mund abwischen und am nächsten Sonntag die nächste Chance nutzen, um wieder zwei gleichstarke Halbzeiten aufs Parkett zu legen.

Für den HCL spielten:

Noah Fiederle und Philip Hoffmann (beide Tor); Manuel Khater (7), Paul Mayer (1), Iljas Hafuric (1), Marco Sterk (2), Nick Feldhofen, Jan Mayer (5), Luis Heilig (3)