Derbysieger, Derbysieger, Hey, Hey

Die Vogter Herrenmannschaft ist mit dem Derbysieg gegen den TV Weingarten weiter auf dem Vormarsch. Mit einer beeindruckenden kämpferischen Teamleistung wurde der Gegner förmlich niedergerungen und somit das Derby für Vogt entschieden.

Beide Teams gingen hochmotiviert in die Partie. Die Vogter traten mit 13 Spielern gegen eine vollbesetzte Bank auf Seiten der Gäste an. Und das Konzept, dass man sich vor dem Spiel überlegt hatte, ging die ersten Minuten voll auf. Während die Gäste gefühlt noch in der Kabine waren, konnten die Vogter loslegen wie die Feuerwehr. Nach 4 Minuten stand es demnach bereits 4:0 für die Hausherren. Doch der TVW ist gespickt mit vielen erfahrenen Spielern, die sich durch solch einen Beginn nicht aus der Ruhe bringen lassen. Auch der TVW kam ins Spiel und konnte nach 8:30 Min das erste Mal den Anschluss wiederherstellen. Fortan entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem der HCL Vogt jedoch immer die Nase vorn hatte. Das absolut gut verteilte Angriffsspiel der Gastgeber war oft ein Schritt zu schnell für die Gäste und durch viele verschiedene Torschützen auch nicht sonderlich ausrechenbar. So gab es nach 20 Minuten und 9 Toren bereits 6 verschiedene Torschützen. Durch diese Variabilität konnte man den Vorsprung auch mit in die Halbzeit nehmen und mit 14:12 in die Pause gehen.

Die zweite Hälfte wird es in sich haben, haben die Coaches gewarnt. Die Weingartener werden nie aufgeben und werden in der zweiten Halbzeit noch mehr aufs Tempo drücken. Das heißt, die Vogter Devise war klar: Dagegenhalten und selbst im Angriff weiterhin variabel und beweglich auftreten.

Dagegenhalten konnte man tatsächlich. Allerding nur die ersten 10 Minuten in der zweiten Hälfte. Die Partie ging hin und her. Weingarten traf, Vogt verwandelte im Gegenzug ebenfalls sicher. Doch Mitte der zweiten Hälfte drohte das Spiel zu kippen. Die Gäste erzielten in der 43. Minute den Anschlusstreffer zum 22:21 und die Zeit für eine Auszeit auf Seiten der Vogter war gekommen. Doch die Weingartener hatten nun ein Mittel gegen den Vogter Angriff gefunden und konnten den ein oder anderen Versuch vereiteln. Somit glich der TVW in der 50. Minute das erste Mal aus. Doch die Vogter hielten mit den vielen anfeuernden Fans weiter dagegen. Das Spiel ging weiter eng und hitzig zur Sache. Vogt legte vor, Weingarten glich aus. Doch in der 57. Minute schien dann das Glück wieder nicht auf Seiten der Vogter zu sein. Nach einem 7m-Wurf von Roland Nreca war auf einmal Hektik auf dem Feld. Die Weingartener forderten eine rote Karte des Schiedsrichters für einen Kopftreffer. Sicherlich ist diese Karte vertretbar, aufgrund der Umentscheidung des Schiedsrichters auf Zuruf der Gäste bleibt dabei ein fader Beigeschmack. Doch das schlimme daran war die 2 Minuten-Strafe und damit Unterzahl bis kurz vor Spielende. Die Weingartener wussten sich durchzusetzen und konnten beim Stand von 26:27 das erste Mal in Führung gehen. Doch nun war die Halle da. Die Fans peitschten die Vogter unermüdlich nach vorne. Und Marco Pilz fasste sich ein Herz. Mit 2 Treffern hielt er Vogt auf Schlagdistanz. Beim Stand von 28:28 verwarfen die Weingartener den Ball. 39 Sekunden noch auf der Uhr. Auszeit Vogt. Es wurde eine klare Ansage gemacht. Spielzug auf der rechten Seite und unser treffsicherer Rechtsaußen, Adrian Zembrod soll sein Glück versuchen. Doch es kam anders. Adrian kam zum Wurf, jedoch früher als geplant. Doch er traf, das Unentschieden war damit sowieso sicher. Noch 11 Sekunden auf der Uhr, Spielstand 29:28, Auszeit TVW. Nun galt es, den Sieg über die Zeit zu retten und keinen Blödsinn zu machen. Die Gäste rannten an, der Ball kam auf Rechts-Außen, Wurf unter Bedrängnis. Der Schiedsrichter entschied auf Freiwurf und nicht auf 7m. Das Spiel mit dem nicht verwandelten Freiwurf zu Ende. Der Sieg gegen Weingarten war geschafft und das Glück war dieses Mal auf Vogter Seite.

Mit diesem Sieg verschafft man sich weiter Luft nach unten. Die Leistung der Vogter passte die gesamte Saison, doch an diesem Tag hatte man auch das nötige Glück. Die Vogter feierten diesen Sieg ausgiebig und dürfen sich jetzt bis zum Rückspiel Derbysieger nennen. Dann werden die Karten neu gemischt und die eigentlich befreundeten Teams werden erneut zu Konkurrenten.

Für den HCL spielten:

Simon Khater, Dominik Schmucker (beide Tor); Matthias Schmid, David Merturi (1), Hannes Weber (3), Marco Pilz (8/2), Philipp Schäle (4), Roland Nreca (5/3), Tobias Vogler, Valentin Kernbach (3), Simon Buemann, Adrian Zembrod (3), Lukas Buemann (2)