Vogter B-Jugend mit Licht und Schattenseiten bei Bezirksligaqualifikation

Die Vogter Nachwuchshandballer haben am vergangenen Sonntag an der Qualirunde zur Bezirksliga teilgenommen. Mit dem Wissen, dass man eigentlich ausschließlich dem jungen Jahrgang angehört, wollte man die Spiele hauptsächlich mit Spaß angehen und viele neue Sachen ausprobieren und sich mit den großen Mannschaften messen. Dies gelang verhältnismäßig gut. Über Teile der Spiele zeigten die Jungs ebenbürtige Leistungen und viel Licht. Doch auch Schattenseiten wurden aufgedeckt und Baustellen geöffnet. Die Spiele im Einzelnen:

Spiel 1: HCL Vogt – TSB Ravensburg 11:16

Im ersten Spiel von Beginn an recht wach unterwegs, spielten die Vogter Jungs befreit auf. Der Gastgeber war wohl erstmal erstaunt, dass in Vogt in dieser Altersklasse durchaus auch guter Handball gespielt wird. Mit schönen Toren über Stoßbewegungen und guten 1:1-Bewegungen lag man zunächst in Front. Doch die TSBler stellten sich besser aufs Vogter Spiel ein und trafen die Bälle nach Belieben ins Tor. Dadurch wechselte die Führung und die Vogter konnten nicht mehr nachlegen. So spielte man eigentlich ähnlich gut, verlor vielleicht am Ende etwas zu hoch.

Spiel 2: HCL Vogt – JSG Bodensee 09:23

Im zweiten Spiel spielte man dann die schlechteste Leistung am gesamten Turniertag. Man hatte wohl einfach keine Lust gegen körperlich robustere Gegner zu verteidigen. Zudem war man auch im Angriff zu ängstlich und wollte bloß keinen Körperkontakt suchen. So spielte sich die JSG den Frust von ihrer zuvor bekommenden Niederlage nach Belieben von der Seele und gewannen wohl auch in der Höhe verdient gegen völlig motivationslose Vogter.

Spiel 3: HCL Vogt – SG Ulm/Wiblingen 16:31

Gegen das wohl beste Team am heutigen Tag spielte man mit 2 Gesichtern. Schaffte man es zu Beginn vor allem durch viel Laufaufwand, mit dem Gegner mitzuhalten, ließ man in der zweiten Halbzeit kräftig federn und nach dem 8:9 nach 13 Minuten folgte ein 11:20 nach 20 Minuten. Am Ende musste man dem aufwändigen Handball wohl Tribut zollen und verlor auch klar, aber vielleicht auch das ein oder andere Tor zu hoch.

 

Wenn die Jungs das Tempo erhöhten und die eingespielten Tempospielzüge in der zweiten Welle aufs Feld brachten, war sofort Gefahr zu erkennen. Zudem konnte man auch Wurftechnisch mit allen gegnerischen Teams mithalten. Viel Licht gab es vor allem die ersten 10 Minuten gegen Ravensburg und Ulm.

In den nächsten Wochen fährt man den Trainingsaufwand etwas herunter. Die Jungs haben direkt nach ihrer erfolgreichen C-Jugend-Saison nun 19 sehr anstrengende Trainingseinheiten abgespult, die mit dieser Quali ihren Höhepunkt fanden. Nun ist es an der Zeit, die Akkus wieder aufzuladen und etwas fürs Mannschaftsgefüge zu tun, bevor es dann gegen Ende der Sommerferien an den heißen Endspurt vor einer Saison (voraussichtlich) in der Bezirksklasse geht.

Für den HCL spielten:

Philip Hofmann (Tor), Noah Fiederle (Tor und Feld); Jan Mayer, Manuel Khater, Adrian Steinhauser, Nick Feldhofen, Iljas Hafuric, Paul Mayer, Marco Sterk