Vogter Herren verlieren zu ungeliebter Sonntagsspielzeit

Die Vogter Herren müssen sich dank einer völlig uninspirierten Leistung zur ungeliebten Sonntagszeit der SG Ulm/Wiblingen geschlagen geben. Vor allem die fehlende Laufbereitschaft in der Abwehr und Angriff macht ein besseres Ergebnis zunichte.

Manchmal gibt es Tage, da will es nicht zusammenlaufen. Da die Grippewelle in Vogt weiter anhält musste man wieder ersatzgeschwächt in den Norden fahren. Dass dies am Ende keine Ausrede für die Niederlage sein kann, ist jedoch allen Spielern klar.

Man startete eigentlich gut in die Partie. Man spielte ungewohnt langsam und drucklos, jedoch konnte man trotzdem immer wieder ins Tor einnetzen. Hinten stand die Abwehr solide, sodass die Ulmer nur schlechte Wurfsituationen bekamen, die oft vom Torhüter entschärft wurden. Doch irgendwie wollte dieser Anfangsfunke nicht umschlagen. Man spielte immer langsamer und dabei doch immer kopfloser. Man wollte keinen Druck auf die Abwehr ausüben und versuchte stattdessen viel zu oft aus dem Rückraum zu werfen. Dieses Mittel war zwar von Erfolg gekrönt, doch diese langsame, sofataugliche Spielgeschehen zog sich wie ein roter Faden auch in die Abwehr. So konnten die Gastgeber die Partie offen gestalten und ihrerseits einfache Tore erzielen. Die Führung zu Beginn (2:5) wurde nicht größer sondern eher kleiner. So schleppte man sich durch die erste Halbzeit und ging mit einem leichten Vorsprung beim Stand von 11:13 in die Kabine.

Man nahm sich vor, in der zweiten Hälfte die zweite Stufe zu zünden und endlich mal an das gewohnte Spiel anzuknüpfen. Doch davon war heute nichts zu sehen. Man blieb weiter langsam und letargisch auf den Beinen und schaffte es nicht, die Lücken in der Abwehr zuzuschieben. Zudem stellten sich die Gastgeber immer besser auf die Vogter Torhüter ein, sodass auch diese in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel zu fangen bekamen. So kam es wie es kommen musste und Ulm/Wiblingen drehte diese niveauarme Partie zu ihren Gunsten.

Wenn man die Leistungen vom Vöhringenspiel und von diesem Spiel vergleicht, so sind dies zwei Welten. Die Vogter müssen nun eine Reaktion zeigen, wenn man weiter punkten möchte. Hoffentlich zeigt man kommenden Samstag zuhause gegen Lindau sein wahres Gesicht und ist auch wieder bereit, seine Beine in die Hand zu nehmen.

Für den HCL spielten:

Simon Khater, Dominik Schmucker (Tor); Matthias Schmid (2), David Merturi (1), Stephan Culjak (5), Marco Pilz (11/6), Valentin Kernbach (3), Simon Buemann, Martin Merturi (4)